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Was ist das, eine Wärmepumpe?
Wie der Name
schon sagt, pumpt dat Ding Wärme und zwar aus der Erde in unser Haus. Das ganze ist nix anderes als ein grosser Kühlschrank, wobei wir die warme Seite des Kühlschrankes nutzen (fast mal hinten an das Gitter bei eurem).
Die Technik
Bei uns im Garten (der da noch keiner war) wurden zwei Löcher von 50 m Tiefe gebohrt. Dort
hinein kamen jeweils vier Schläuche (2 Vor- und 2 Rücklauf) durch die Wasser mit einem
Frostschutzmittel fliesst (Sole). In 50 m Tiefe sind konstant um die 10 Grad. Die Sole erwärmt
sich da unten, und wird nach oben in die Wärmepumpe gepumpt, wo sie einen Wärmetauscher
durchläuft. Auf der anderen Seite des Wärmetauschers befindet sich ein Butan-Kreislauf, genau ein Gas. Das Butan kommt flüssig an diesem Wärmetausche an und wird dort durch
Querschnittsvergrösserung (Druckabbau) verdampft.
Jetzt kommt der kleine Ausflug in die Physik. Wenn ein Stoff von dem flüssigen in den gasförmigen Zustand
übergeht, braucht er dazu Energie, sieht man auch beim Wasser kochen, unten Herdplatte mit Energie, Energie in Wasser, oben Wasserdampf.
Zurück zur Wärmepumpe. Das Butan entzieht die benötigte Energie der Sole, die danach um die 4 Grad kälter ist.
Das Butan heizt sich dabei auf. Nun wird das Butan in einen zweiten Wärmetauscher gepumpt. Dort läuft ausserdem
Butan noch das Wasser des Heizkreislaufes durch. In diesem Wärmetauscher wird das Butan mittels Druck, der
durch einen Kompressor erzeugt wird, wieder verflüssigt. Resultat: Umgekehrt wie oben, es gibt seine Energie
(Wärme) wieder ab und zwar an den Heizkreislauf. Ich hoffe ich hab’s deutlich erklärt. Der Heizkreislauf wird
dadurch immer wärmer (der Butankreislauf auch) und wir freuen uns über die Wärme im Haus.
Warum Wärmepumpe?
Wir wollten einerseits zumindest ein bisschen was für die Umwelt tun und zum anderen uns später an den niedrigen
Heiz- und Warmwasserkosten erfreuen. Als wir in unserem Bekanntenkreis davon erzählt haben, ist uns ganz schön
der Wind ins Gesicht geblasen. Von “das kann doch nicht funktionieren” bis “wer soll das reparieren, wenn’s mal kaputt ist” war alles dabei.
O.K., wir haben uns nicht “einschüchtern” lassen und haben mittlerweile den zweiten Winter ohne zu frieren fast überstanden.
Die Kosten
Die Anschaffungskosten lagen bei rund 27.000 DM in 1999. Wir bekamen Fördermittel vom Landesinstitut für
Bauwesen in Höhe von rund 7000 DM. Unser Energieversorger tat noch einmal 2.500 DM dazu, so das für uns rund 17.000 DM zu berappen waren.
Im letzten Jahr hatten wir Heizkosten und Warmwasserkosten von insgesamt 800 DM für unsere 130 qm und den
Verbrauch von uns beiden (die Schwiegereltern waren auch mal da) an Warmwasser. Gefroren haben wir nicht.
So sieht sie aus:
a ist der Vorlauf der Sole
b ist der Rücklauf der Sole
c ist eine Entlüftung, wegen des Butankreislaufes
d sind Vor- und Rücklauf der Heizung
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