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Und hier unser 1. Tipp:
Bevor Ihr Überhaupt an’s Bauen denkt, solltet Ihr euch ein Heft nehmen und alles aufschreiben was Euch so einfällt, was ihr
in, an und um euer Haus haben wollt.
Uns ist es später so gegangen, dass wir festgestellt haben, dass man manch gute Idee während des Baustress wieder vergisst. Wenn man dann an die tatsächliche Planung geht, kann man immer noch alles wieder streichen, was zu teuer oder zu utopisch ist. :-)
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Und der 2.:
Um
festzustellen, ob Ihr Lust bzw. die Möglichkeit habt eine bestimmte Belastung zu tragen, spart einfach mal über mehrere Monate das Geld, was Ihr später für Euer Haus ausgeben wollt. Zum einen stellt Ihr fest, ob Ihr das so haben wollt und zum anderen spart Ihr ein bisschen Eigenkapital an.
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Tipp 3:
Das viel verteufelte Fertighaus hat unbestrittene Vorteile:
- kurze Bauzeit, dadurch geringere Doppelbelastung
- bessere Wärmedämmung bei kleinerer Wandstärke (Raumgewinn)
- mehr Eigenleistung im Heimwerkerbereich möglich
- flexible Grundrisse
- tolle Fassaden (siehe Bild auf Seite “Unser Haus” :-)))
- man braucht keine Schlitze Stemmen
Wenn mir noch mehr einfällt, schreib ich’s später dazu.
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und 4.:
Denkt bei der Planung direkt an Leitungen für Solaranlage, Regenwasser für Toilette und Waschmaschine, Hausstaubsauger. Letzterer ist noch ziemlich unbekannt, unseres Erachtens aber
genial. Man hat auf jeder Etage 2 “Steckdosen” (wir zumindest) in die wir einen 7m langen Schlauch
einstecken, der in einem ganz normalen Rohr (wie man’s vom Staubsauger kennt) mit Düse mündet.
Steckt man den Schlauch in eine der Steckdosen, geht im Keller der Staubsauger an und die Abluft
wird nach draussen gepustet (wenn ich mal endlich das Loch in die Wand mache). Hier gibt es wieder
verschiedene Anbieter, wir haben uns für den entschieden, bei dem man einfaches 50er HT-Rohr
verwendet (billiger). Die anderen Anbieter wollen noch ihr Rohr verkaufen, was dann insgesamt teurer
wird. Wenn Ihr Interesse habt mailt uns an, wir kriegen Provision :-)))))
Hier ein Bild von einer Steckdose in der Wand beim Einbau. Man kann sehr schön das 50er HT (grau) und das weisse Zulieferteil mit der Steckdose (schwarze Abdeckung) erkennen.
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5.
Ab der Grundstücksgrenze kann mann seinen Kanal und seine Wasser- und Stromleitungen selber legen. Dies ist dann interessant, wenn man weite Strecken zu überbrücken hat und kein Gas braucht (siehe auch Wärmepumpe). Mit einem
guten Baggerfahrer mit Laserhöhenmesser (oder wie dat Ding auch immer heisst) kriegt man das auch selber hin. Das
Gefälle beim Kanal sollte übrigens zwischen 1 % und 2 % liegen, ansonsten fliesst das Wasser an der Sch.... vorbei und nimmt diese nicht mit.
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6.
Baut Euch eine Regenwasserzisterne in euren Garten oder in die Einfahrt, Auf jeden Fall dahin, wo ihr von der Höhenlage euer ganzes Regenwasser auffangen könnt. Damit kann man die Klospülung und die Waschmaschine
betreiben. Bei den heutigen Wasserpreisen haben sich die Kosten von rund 1,5 bis 2 Tausend Euro schnell
amortisiert. Wir haben eine Zisterne von 6 m³, Bekannte eine von 4 m³. Wenn man keine extensive
Gartenbewässerung betreibt sind die 4 m³ ausreichend, während wir im letzten Jahr (2001) Ebbe in der
Zisterne hatten. Lag zum einen an den mächtigen Temperaturen und zum anderen an den vielen neuen Pflanzen, die
nach Wasser schrien. Von der Zisterne ein 100er KG-Rohr bis in den Keller legen, wo hinterher der
Saugschlauch für das Hauswasserwerk hinein kommt. Hierbei höchstens 45°-Bögen verwenden, damit man mit dem Saugschlauch auch noch um die Ecke kommt.
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7.
Ein Pritschenfahrzeug ist Gold wert!!!
Wir hatten unser ganzes Material bei einem Baustoffhändler in der Nähe bestellt. Wenn man den jedesmal bemüht für jeden halben Kubikmeter, oder jede Fermacellplatte vorbei zu kommen, wird man arm durch die Lieferkosten. Wir hatten während des Bau’s eine (zeitweise auch 2) VW Pritsche (Bj 84). War in der Anschaffung nicht zu teuer und hat treue Dienste geleistet. Hinterher konnten wir sie dann noch für einen akzeptablen Preis verkaufen.
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8.
Wir bauen uns einen Fußweg:
1. Eine Packlage von 20 cm Schotter einbringen (bei befahrbaren Flächen min. 40 cm), dieses am besten in zwei Lagen und jede Lage gut
abrütteln. Wenn man viele Wege und Plätze machen muß, macht es schon wieder Sinn sich eine gebrauchte Rüttelplatte zu kaufen, insbesondere wenn man die Wege selber
machen möchte ist man unabhängig von einem Verleiher und kann auch mal eben wenn man Lust hat noch etwas tun. Wir haben uns zusammen mit einem Kumpel eine gebrauchte
Platte (ca. 80 kg) gekauft. Für Fußwege ist das ausreichend, wenn der Untergrund ansonsten gut verdichtet ist. Die Rüttelplatte hat auch gut für unseren Hof
(befahrbare Fläche) gereicht. Hierbei haben wir aber immer dünne Lagen Schotter eingebracht und diese einzeln abgerüttelt.
Nach dem Verdichten setzt man die Randsteine, diese richtet man in Höhe und Richtung an einer Schnur aus.Links
im Bild sieht man das Ergebnis, in diesem Fall mit Natursteinen. Danach braucht man den Zwischenraum “nur noch”
mit Steinen füllen. Im Fall von Betonpflaster bastelt man sich eine Schablone aus einer Latte, die etwas länger ist
als der Abstand der Randsteine. Daran befestigt man ein Brett, was zwischen den Randsteinen herabhängt und zwar bis auf eine Höhe, die sich 1 cm oberhalb der
Unterseite der zukünftigen Pflastersteine befindet, d.h. kippt man jetzt Split (2/8er) zwischen die Randsteine und zieht diesen mit der Schablone ab
(immer schön senkrecht halten) und legt dort Steine hinein, liegen diese 1 cm oberhalb der
Oberkante der Randsteine. Durch anschliessendes abrütteln kommen die Steine auf die
richtige Höhe. Wenn man die Steine tiefer zwischen den Randsteinen liegen haben möchte, muss man sich die Schablone entsprechend umbasteln. Der Split sollte dabei eine
Schichtstärke von 4 bis 6 cm aufweisen, d.h. der Schotter muss vorher entsprechend aufgefüllt und abgerüttelt werden. Hierbei sollte man eine Genauigkeit von +/- 1 cm
einhalten. Nimmt man, wie hier Naturstein, kommt man nicht umhin jeden Stein einzeln “anzupassen” und mit einem
Pflasterhammer anzuklopfen. Das ist auf Dauer ziemlich eintönig, deswegen habe ich dieses Jahr (2002) auch “nur” um die 20 m
(Länge) geschafft. Aber gut Ding will Weil haben :-)
Hier noch ein Bild vom pflastern des Hofes, man kann sehen, dass man auf grossen Flächen einfach
Leisten in den Splitt legt und diesen dann mit einem Brett, oder einer grossen Aluleiste über diese Leisten abzieht. Anschliessend kann man die Leisten aus dem Splitt
nehmen und die entstandenen Furchen mit Splitt auffüllen.

So sieht der Hof dann nach 3 Wochen und dem Verlust von 6 Kilo Körpergewicht aus - fast fertig.
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